Stärkste Ausleihzahlen im Bundesgebiet


dpa - RegioData
Bibliotheken 2007: nirgends so stark genutzt wie in Weiden in der Oberpfalz

Hamburg (dpa) – Wer eine Geschichte erzählen will, braucht entweder ein Buch oder ein gutes Gedächtnis und viel Phantasie. Und eine Trommel, wenn es nach Martin Moffor geht. Der gebürtige Kameruner zeigte beim Wein-Lese-Fest der Regionalbibliothek in Weiden in der Oberpfalz, wie Geschichten nach afrikanischer Tradition erzählt, gesungen, getanzt und eben getrommelt werden. Nicht nur für die jüngeren Besucher ein Höhepunkt des Festes, das von mehr als 3000 Menschen besucht wurde.

Auch sonst nutzen die Weidener ihre Bibliotheken überaus stark. Statistisch gesehen hat sich jeder Weidener im vergangenen Jahr 16 Bücher oder andere Medien ausgeliehen – so viele wie in keinem anderen der 429 Kreise in Deutschland. Das ergibt die regionale Auswertung der im Juli veröffentlichten Daten der Deutschen Bibliotheksstatistik (DBS) durch dpa-RegioData. Rund 10 300 öffentliche Bibliotheken haben sich an der freiwilligen Erhebung beteiligt. Damit sind beinahe alle hauptamtlich geführten Büchereien in der Statistik vertreten.

In Weiden tragen auch die vielen Bibliotheksnutzer aus dem umliegenden Landkreis zur hohen Ausleihquote bei: „Weiden bildet als Oberzentrum sozusagen den Mittelpunkt der Region, und dementsprechend kommt 40 Prozent unserer Kundschaft aus dem Umland“, sagt die Leiterin der Regionalbibliothek, Sabine Guhl. Daneben fällt aber auch das Angebot der Regionalbibliothek positiv auf, etwa ein überdurchschnittlich hoher Anteil an elektronischen Medien und Spielen. „Über Filme und Musik wollen wir diejenigen erreichen, die ansonsten einen großen Bogen um die Bibliotheken machen, sozusagen das Nicht-Bildungsbürgertum.

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